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Thema ohne neue Antworten

Klarlack und Härter vergessen :-/ *Hilfäää*


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Verfasst am: 19. 04. 2008 [18:43]
Michaelz
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2008
Beiträge: 72
Hallo Leute.
Ich stell mich mal kurz vor. Ich bin Michael, 36, aus NRW und habe in den letzten 10 Jahren einige kleinere Lackierarbeiten erledigt. Lautsprechergehäuse, Autoteile, Ausbesserungen usw. Zumeist mit dem üblichen Baumarktgedöns aber meist mit recht guten Ergebnissen. Aber..das Zeug ist nicht wirklich gut und viel zu teuer für das was man erreichen kann.

Ich habe einen Lancia Delta2 in Derbygrün 340. Ein Perleffectlack laut Lackierer.

Nachdem ich den Wagen neu gekauft hatte vor 13 Jahren kamen auch gleich breite Felgen drauf und ich musste die Kotflügel und hinten die Tür etwas rausziehen. Ok, war keine große Sache. Lack aufwärmen, Kanten umlegen und dann vorsichtig mit einem Holz den Radlauf rausgedrückt. Ging wunderbar und der Lack hat 10 Jahre gehalten bevor er sich durch die Spannungen vom rausziehen gelöst hat. Ist eigentlich logisch, auch wenn man den Lack gut anwärmt beim ziehen.

Ok dacht ich, fährst mal zum Lackierer.
Die haben mir das für 120 Euro an beiden Seiten gemacht und ich war zufrieden...Anfangs..

Nach einem halben Jahr bemerkte ich einige Beulen im Lack. Er atte sich einfach gelöst. Schande über euch dachte ich mir. Also nochmal hin und die habens nochmal gemacht. Sah wieder gut aus, aber wie ich befürchtete löste sich der Lack im folgenden Winter bereits wieder.

Obwohl ich es des öfteres geschaut habe ob es sich löst habe ich es zu spät gesehen das der Lack lose war und sich salz und wasser ihren Weg gesucht hatten. Da die Lackierer die Zinkschicht weggeschliffen hatten (man sah es an der Färbung) fraß sich natürlich auch der Rost seinen Weg unter den Lack.

Sooo...bis dahin war alles wie gewohnt..Lack löst sich und ich sollte eigentlich zum Lackierer fahren.

Aber..ich hatte so dermaßen die Faxen dicke das ichs selber gemacht hab und auch niemand mehr ranlassen wollte. Zweimal Pech hatte mir gereicht.

Also internet und verschiedene Lackierer befragt. Bei der sehr sehr kleinen Fläche die zu machen war rieten mir alle zu Sprühdosen. Also einen Lackierer in der Nähe gesucht der auch Dosen abfüllt. Kein Problem, O.W. Brink hilft. Gemacht getan, Basislack von Spiess Hecker abgestimmt aufs Original, rein in die Colormativdose und los gings. Lackaufbau mit Grundierfüller mit Rostschutz, Basislack drauf, VOC-Klarlack Standox Standocryl aus der Spraymaxdose mit integrierter Härterkartusche drauf...perfekt. Das ganze sah so gut aus das es fast zu schön war um wahr zu sein. Das ist nun eineinhalb Jahre her und der Lack sieht immer noch aus wie grade frisch gemacht, keine Kratzer, nichts eingefallen. Bombig.

Okay..Also der Wagen hatte im Laufe der langen Jahre auch Unfälle, mal fährt mir jemand einfach in die Seite, mal hinten drauf, oder es ist ein Reh im Weg. Sprich..Nur noch das Dach ist Originallack. Dementsprechend glänzt jedes Teil in einer etwas anderes Schattierung. Sehr nervig, besonders nach dem Waschen wenn man mal richtig hinguckt.

Also dachte ich mir..das kannste besser machen. Gegoogelt und autolack21 gefunden, Lackierer befragt usw. Ich entscheide mich wieder für die Kombination Spiess Hecker Basislackdose und Standocryl in der Spraymaxdose.

Aber ich wollte den Lack nicht komplett neu aufbauen sondern nur nachbessern. Also..Originallack anschleifen, säubern und was man sonst so machen sollte oder was ich meinte tun zu müssen.
Dann mal fix in den Keller und die Dose Basislack auffe Heizung gestellt und bisschen angewärmt weil einfach so sprühen ist ja doof. Dann gibts Rotzer und dicke Spritzer, und das kann ja jeder..Nachdem die erste und zweite Zigarette durch war habe ich dann doch noch an die Dose gedacht und sie vor der Explosion gerettet. Ok..kleine Übertreibung..aber die war schon ziemlich gut warm icon_biggrin.gif. Da ich die Dose ja noch anfassen wollte beim Lackieren hab ich die also kurz stehen lassen und bevor ich vergesse damit zu Lackieren fing ich dann auch endlich an. 15cm Abstand und gleichmäßig annebeln. Sah schon gut aus. Dann nachdem es matt wurde und sich trocken anfühlte kam der zweite Durchgang. Mit grösserem Abstand um dem ganzen noch die restliche Gleichmässigkeit zu geben legte ich mutig los. Oh man sah das geil aus. Ich will nicht sagen das mir feucht wurde..aber es war schon toll anzusehen dafür das ich so grosse Flächen noch nie gemacht hatte. Ich wartete bis der Basislack wieder schon tiefmatt wurde sich trocken und relativ fest anfühlte. Ohhhh..diese glatte Fläche..Phänomenal. Sowas habe ich ganz früher bei den billigen Baumarktlacken niiieeee hinbekommen. Gutes Material ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Nun dann..der Klarlack wollte verarbeitet werden..Drei 400er Dosen Standocryl warteten gierig auf ihre Erlösung durch mich. Ich habe mich natürlich gefreut wie ein Schneekönig und konnte es kaum erwarten das Ergebnis des ersten Durchgangs zu sehen..schliesslich kann es hier am ehesten durch Läufer auch zum mitlösen des Basislack kommen...Dachte ich mir und legte mit angewärmten Dosen los. Also Kappe wie ein Mann abgeruft und mutig die Härterkartusche ignoriert..Nach der ersten Schicht bin ich erstmal ziemlich am Ende mit den Kräften und gönne mir und dem Lack mal einen Tag Pause. Mal bisschen internet glotzen.

Weia..und nun stöber ich hier und lese von jemand der ebenfalls mal diese Dosen mit Härterkartusche benutzt hat..und da dämmert es mir..Ich habe bei der ersten Dose auf der Fahrerseite vergessen die Härterkartusche durchzustechen..Oh man..Wie dumm muss man sein. Schnell nochmal die Dosen nachgeguckt..Jo..die erste war nicht durchgestochen. Super. Ich kann nix.

Aber nutzt ja nix. Bis auf die Fahrerseite hab ich den Rest fertiggemacht. Da hatte ich mich auch dafür entschieden die Härterkartuschen zu benutzen..Also einmal durchgestochen und nachdem sich zwei kleine Tierchen auf die frische zweite Schicht stürzten (was auch sonst, war ja eh klar), ist das nun alles fertig.

Hat supergeilo geklappt, keine blöden Wolken oder Läufer und eine glatte durchgehende Schicht. Habe mir wirklich sehr sehr viel Mühe gegeben ums sauber hinzubekommen und die Tipps vom Lackierer haben mir ja auch ein wenig geholfen.

Bin zufrieden mit mir und dem Ergebnis, okay die Fahrerseite ist jetzt unvollendet und hat nur eine Schicht Klarlack..den ohne Härter halt :-/ Menno.

Frage an euch Leute..was ist zu retten?? Versuchsweise habe ich an *verdeckten* Stellen etwas mit dem restlichen Klarlack rumprobiert. Bisschen in ne Kappe reingesprüht und ne kleine Fingerspitze auf den Lack getupft. Geht sofort hoch der Lack. Mit Basislack das gleiche ausprobiert und aufgetupft..geht natürlich auch hoch. Super dacht ich mir..Fragste gleich mal die Leutz bei autolack21. Aufn Samstag ist ja kein Lackierer mehr anzutreffen. Und da bin ich nun.

Wie verhält sich Klarlack wenn er ohne Härter aufgetragen wurde. Also die Aushärtezeit ist natürlich wesentlich länger. Aber..wird er annähernd so hart wie normaler Klarlack dem Härter zugesetzt wurde und wieviel länger würd das dauern? Wie kann ich eine zweite Schicht draufbekommen? Würde es gehen wenn ich die zweite Schicht auch ohne Härter aufbringe? o.O

Oh man ich schäm mich ja so das zu fragen :-[
Asche auf mein Haupt.

Büdde zieht euch in euer Denkkämmerchen zurück und helft mir. Ich will nicht unbedingt die komplette Fahrerseite wieder abtragen und alles neu machen :-/ Dann muss ich mir auch noch wieder neuen Basislack holen, der ist ja nun fast leer icon_frown.gif

Liebe Grüße,
Michael.
Verfasst am: 19. 04. 2008 [18:53]
Michaelz
Themenersteller
Dabei seit: 19.04.2008
Beiträge: 72
Nachtrag,
Der Klarlack ist der Standocryl *Platinum*
So als Anmerkung.

Gruß und Danke schonmal,
Micha.
Verfasst am: 20. 04. 2008 [20:31]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Hi,

das ist ein Fall für Lacky hier!

Gruß Daniel




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