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Problem mit Schwarz MATT [Help]


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Verfasst am: 03. 04. 2011 [17:40]
tarsonis
Themenersteller
Dabei seit: 03.04.2011
Beiträge: 6
Hallo, war bislang passive hier unterwegs. Habe mich in das Thema ordentlich eingelesen in den letzte Wochen. Bisher hat alles geklappt. Nur jetzt habe ich ein Problem.

Hab Verkleidungsteile aus dem selben Material per Dose mit schwarzen Matt lackiert. Da der alte Lack noch gut war, keine Grundierung. Angeraut und lackiert.

Mit fast allen Teilen bin ich zufrieden, aber ein Teil ist rau wenn man mit dem Finger rübergeht. Hab genauso viel Schichten drauf wie bei den Anderen. Farbton ist gut, aber für spätere Reinigungsarbeiten natürlich nicht so vorteilhaft, wenn der halbe Lappen dran hängenbleibt.

Woran liegt das?

Sollte ich das einfach mit 1000er anschleifen?

Verfasst am: 04. 04. 2011 [10:36]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Hi,

wenn du mit 1000er anschleifst, sprich sogar 2500er hast du sichtbare Schleifriefen. Habe ich auch schon probiert und musste das feststellen.

Mmh, ist mir jetzt ein Rätsel woran das liegt, da du ja schreibst das die Vorgehensweise beibehalten wurde. Und der Untergrund war zuvor genauso glatt wie bei den anderen Teilen?

Am besten nochmal an der Stelle die Farbe runterschleifen und nochmal lackieren.

Gruß Daniel

Verfasst am: 15. 04. 2011 [21:17]
tarsonis
Themenersteller
Dabei seit: 03.04.2011
Beiträge: 6
Danke, erstmal für die Antwort. Ich habe eine weniger schöne Notlösung gefunden. Hab das eine Teil mit nem Schwamm und Geschirrspüli abgewaschen. Dann waren diese Farbporen weg und das Teil glatt und soweit in Ordnung.

Nun heute habe ich ein weiteres Teil lackiert und wieder so eine raue Fläche. Das Matrial und die Art der Vorbereitung ist die gleiche gewesen.

Ich habe die Vermutung, dass es an den Dosen liegt. Oder noch wahrscheinlicher, dass der angegebene Sprühabstand zu groß angesetzt wurde.

Denn ich habe an eine Stelle zu lang und dicht drangehalten und an der Stelle ist super glatt. Ebenso auch deutlich schwärzer.
Dann habe ich ein weiteres baugleiches Teil mit einer neuen Dose lackiert und näher draufgehalten. Das Teil sieht recht gut und vorallem glatt aus.

Irgenwie sollte ich wesentlich näher auf das Teil raufsprühen. Da schein sich die chemie deutlich zu veränder auf dem Weg der zu lackierenden Fläche. Aber was da passiert. Kein Ahnung...
Nur die Zeit ist mir fraglich. Wie schnell ich die Linien ziehen soll im Kreuzgang?!
Verfasst am: 16. 04. 2011 [22:07]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Hi,

das ist eben der Unterschied zwischen ner Spraydosenlackierung und ner Lackierpistole. Lackierpistole ist eine bestimmte Düsengröße drin (1,2 bis 1,4) die für die richtige Verstrahlung der Farbpigmente sorgt und ein gleichmäßiger Luftdruck. Bei ner Spraydose haste das nicht. Zudem war deine Schichtstärke wie du schon schreibst zu dünn.

Nimm doch vorher nen Testblech und probier das verschieden Schichtstärken und Ablüftzeiten aus.

Gruß Daniel

Verfasst am: 16. 04. 2011 [22:23]
tarsonis
Themenersteller
Dabei seit: 03.04.2011
Beiträge: 6
Also die Schichtstärke erhöht sich wenn ich mit geringeren Abstand sprühe?!
Was ist genau mit dem Ablüften zu verstehen? Die Zeit zwischen den Schichten oder ob man den Raum lüftet?

Zwischen den Schichten mache ich ca. 5min Pause. Ist das zu wenig?

Ach und um das mal noch genau zu definieren. Also eine Schicht bedeutet wirklich nur einmal über die Fläche zu gehen?! Weil manchmal sprüh ich über bestimmte Stellen mehrfach rüber wo ich sehe das da weniger Farbe draufgekommen ist.

Also ich benutze jetzt einen Spühkof von einer anderen Dose bei allen schwarz Matt Dosen, weil der weniger punktiert sprüht und hochwertiger wirkt. SOmit habe ich jetzt immer den gleichen Sprühkopf. Klar ist eine Pistole besser geeignet. Nur habe ich schon sehr viele gute Ergebnisse gesehn die mit einer Dose erzielt wurden.
Verfasst am: 16. 04. 2011 [22:34]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Ja, definitiv. Je näher du an ein Objekt rangehst ums weniger entsteht das bekannte Overspray und die Farbe landet mehr auf der Fläche. Aber hier ist auch vorsicht geboten, da es schnell auch zu Läufern kommen kann.

Die Ablüftzeit ist die Zeit, die zwichen 2 Spritzgängen besteht. Meist liegt die bei 5-10 Minuten. Bei Farben aus Dosen sie für eine Lackierpsitole gedacht sind gibt es dazu Datenblätter wo dies genau drin steht. Die Ablüftzeiten sind von Hersteller zu Herstller ein wenig anders. Dann muß man noch unterscheiden zwichen Füllerlackierung, Basislack/Einschichtdecklacklackierung und Klarlacklackierung bei der Ablüftzeit.

Auch nach dem 2.Gang lackieren kommt die Ablüftzeit von meist 15 Minuten zum Einsatz, erst danach werden, bei einer Lackiererei, die Kabine auf 60°C aufgeheizt und somit forciert getrocknet. So ist nach 1h das Werkstück trocken.

Bei einer Spraydosenlackierung kann man nicht genau nach 2 Schichten arbeiten wie bei einer lackierpsitole.
Bei der Lackierpistole ziehst du eine Bahn. Dann die Ablüftzeit einhalten. Dann kommt der 2.Lackiergang.

Bei einer Spraydose geht das nicht, da der Materialauftrag viel geringer ist. Das heißt du mußt mehrere Bahnen übereinander ziehen. Ablüftzeit einhalten. Dann kommt der 2.Sprühgang wo du auch wieder mehrere Bahnen übereinander ziehen musst.

Gruß Daniel

Verfasst am: 16. 04. 2011 [22:48]
tarsonis
Themenersteller
Dabei seit: 03.04.2011
Beiträge: 6
Ja, ist schon eine Wissenschaft für sich das Lacken. Mußte so oft von vorne anfangen. Von dem Geld für die Dosen hätte ich mir ne Pistole kaufen können und Farbe. banghead.gif

Mein Lack ist von einem Lackierbetrieb. Die füllen ihn extra ab. Also kann es gut sein, dass es sich um einen handelt der für die Pistole gedacht ist.

Also bei dem Teil, welches sehr gut geworden ist. Habe ich das Fenster nach 1Stunde aufgelassen und die ganze Nacht gelüftet. Vielleicht war es auch der Grund für den Erfolg. Werde ich morgen sehen.

Danke erstmal.
Verfasst am: 16. 04. 2011 [22:59]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Kein Problem. Probier einfach aus. Zur Not tut es auch ne Billigpistole vom Auktionshaus. Grad mal 30€ für die. Mit so einer habe ich auch angefangen. Und Lack von hier ist auch nicht teuer. Da biste billiger als bei ner Spraydosenabfüllung. Der Verbrauch an Spraydosen ist da schon enorm groß.

Gruß Daniel

Verfasst am: 17. 04. 2011 [00:19]
tarsonis
Themenersteller
Dabei seit: 03.04.2011
Beiträge: 6
Ja, mal sehen ob ich fertig werde. Also so eine Pistole werde ich mir nicht holen. Kein Ahnung von dem Zeug. Strom habe ich unten auch nicht. So ein Kompressor auch nicht. Das wird das erste und letzte mal sein, dass ich lacke. Deswegen lohnt sich das nicht.
Ich zieh das jetzt mit den Dosen durch und hoffe ich hab noch ein einigermaßen ansehliches Ergebnis. icon_wink.gif
Verfasst am: 17. 04. 2011 [01:45]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Ja, da hast du allerdings dann recht. Wenn du eh keinen Kompressor hast und das ne einmalige Sache war, dann bleibt die Spraydose natürlich erste Wahl.

Gruß Daniel




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