Diskussionsforum

Thema ohne neue Antworten

Linierung oldtimer


Autor Nachricht
Verfasst am: 31. 05. 2007 [17:31]
xamhund
Themenersteller
Dabei seit: 31.05.2007
Beiträge: 0
Hallo erstmal, denn ich bin neu hier, zumindest als Fragender denn ich lese eure Tipps schon lange.

Ich habe mir vom Autolackierer Farben (2k Decklack) mischen lassen, um mein Oldtimermotorrad original zu linieren. Ich habe einen alten Tank mit Basislack schwarz gespritzt und mache meine Versuche. Auch wenn ich dem Basislack Härter zumische ( wie bei Zweifarblackierung) löst die Linierfarbe den Basislack an. Er löst sich und man zieht in mit in die Linierfarbe.

Hatte schon mal jemand das Problem und wie kann man es lösen?

Ich probier es jetzt mal mit einer dünnen Schicht Klarlack ( angeschliffen) zwischen dem Basislack und der Linierung und zum Schluss Klarlack drüber
Verfasst am: 31. 05. 2007 [21:28]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Sind beide Farben aus lösemittelhaltiger Basis??

Gruß Daniel

Verfasst am: 01. 06. 2007 [14:41]
xamhund
Themenersteller
Dabei seit: 31.05.2007
Beiträge: 0
Hallo Daniel,

beide Farben sind auf Lösemittelbasis, der Basislack von Autolack 21, die Linierfarbe ist 2K Decklack von Glasurit

Gruss Matthias
Verfasst am: 01. 06. 2007 [20:36]
Astra101
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 799
Mmh, ich weiß nicht. Wenn du jetzt lösemittelhaltige Farbe auf Acrylfarbe lackiert hättest, dann wäre es ja klar. Aber dem ist ja nicht so.
Das ist ne Sache für die Linierer hier.
Sorry das ich nicht mehr helfen kann.

Gruß Daniel

Verfasst am: 29. 03. 2010 [21:06]
Linierer
Dabei seit: 29.03.2010
Beiträge: 2
Wenn es sich um wasserlöslichen Basislack handelt, der noch nicht mit Klarlack versiegelt ist, ist der Basislack durch Lösungsmittel angreifbar. Der verträgt auch keine Nitroverdünnung, wenn man mal mit der Linierung gepatzt hat. Auf frischem Basislack kann man nur mit 1K Linierlack arbeiten, der nur leicht mit Terpenin verdünnt werden darf. Abgesehen davon war eine Linierung der gängigen Oldtimer Mopeds aus den 50 -er niemals unter einer Klarlackschicht, sondern immer als Abschluß. Damals kam Cellulosenitrat-Lack („Nitrolack“) zur Anwendung.
Die meisten Young - und Oldtimer Lackierer verarbeiten noch 2K Autolacke und haben evtl. auch die Lizenz für Nitrolacke.

Gruß
Michael
Verfasst am: 29. 03. 2010 [22:47]
Lacky
Dabei seit: 17.03.2006
Beiträge: 420
Also unsere Basislacke sind alle 1K Lacke, die man nicht mit Härter mischen sollte.

Also wenn der Basislack und der Linierllack vom gleichen System sind, also z.B. beides 1K Basislacke auf Lösemittelbasis, dann sollte es keine Probleme geben, den Linier-Basislack nach dem Ablüften des 1. Lackes vorsichtig aufzutragen. Evtl. einfach noch etwas länger warten. Danach dann Klarlack auftragen. Der Vorschlag vom Linierer ist auch ok, die Linierung nach dem Klarlack aufzutragen.

@Linierer: Verwendest du spezielle Maßnahmen, um auf dem Klarlack Haftung für die Linierung zu schaffen?

Good Lack - Lacky

Autolack-Shop: www.autolack21-shop.de
Verfasst am: 29. 03. 2010 [23:36]
Linierer
Dabei seit: 29.03.2010
Beiträge: 2
Bei einem BMW Projekt (Basislack/Linierung/Klarlack) habe ich auf den frischen Basislack mit dem 1K Linierlack einwandfrei arbeiten können. Dabei war es mir passiert, dass ich einen Ausrutscher entfernen musste. Unwissend nahm ich Nitroverdünnung wir bei den 2K lackierten Teilen, und löste den schwarzen Basislack mit dem Nitro-Läppchen auf. Die Stelle wurde vom Lackierer wieder aufgebaut, und dann mit Klarlack überzogen.
Ein weiterer Nachteil beim linieren auf Basislack ist, dass durch die Handhabung viel Fingerschweiß und Hautfett auf den Basislack kommt. Alle Teile mussen dann noch einmal sorgfältig mit Silikonentferner entfettet werden. Generell haften die von mir verwendeten 1K Linierlacke sehr gut auf dem vorher entfetteten Klarlack und sind nach 8 Tagen auch Benzinfest. Die 1Shot Farben aus den USA haften sogar extrem gut auf Glas. Mit 2K angemischten Lacken habe ich auch schon gearbeitet, aber nur mit langen Härter(20%). Bei kurzem Härter ist der Schlepppinsel nach 4 Minuten viagramäßig versteift. Auch bei langen Härter muß ständig der Schlepppinsel ausgewaschen werden, damit man eine saubere Linie hinbekommt. Genausowenig kann man mit den wasserverdünnbaren Lacken aus dem Hobby - oder Baumarkt arbeiten. Die Farben werden auch zu schnell im Schlepppinsel fest.
Noch ein Hinweis. Mir ist mal eine Maschine untergekommen, wobei sich nach der Linierung erst herausstellte, dass der Eigentümer 3 Wochen vorher in einer Werkstatt "Nano-Versiegelung" hat aufbringen lassen. Durch den Lotus-Effekt haben die Linien teilweise nicht gehalten. Das Problem wurde dann durch anschleifen gelöst. Herkömmliches Autowachs stell nicht so Problem dar, ist aber viel arbeit es zu entfernen. In solch einem Fall soll der Eigentümer für die Entfernung der Schutzschichten sorgen. Seither frage ich sicherheitshalber immer nach, ob die Teile frisch aus der Lackiererei kommen oder schon länger ohne Linierung montiert waren. Eine Linierung lehne ich dann eher ab, oder führe diese ohne Garantie für die Haltbarkeit durch.
Man lernt nie aus!
Gruß
Michael

[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.2010 um 23:41.]
Verfasst am: 08. 04. 2010 [00:46]
Lacky
Dabei seit: 17.03.2006
Beiträge: 420
Hallo Michael,

vielen Dank für diese nützlichen Hinweise. Wir empfehlen eigentlich immer Basislack, dann die Linierung und dann Klarlack. Gegen Schwitzen und Fett helfen auch dünne Handschuhe, so dass man noch entsprechenden Tastsinn in den Fingern für die feine Linierung hat, aber der Basislack auch nicht kontaminiert wird.
Wichtig: Den Basislack auf jeden Fall 12 Stunden mit Klarlack versiegeln, ansonten haftet der Klarlack nicht mehr richtig und der komplette Basis-Autolack muss evtl. angeschliffen werden!

Good Lack - Lacky

Autolack-Shop: www.autolack21-shop.de



Benutzer anmelden

Als Gast k�n Sie in unserem Forum die Beitr䧥 lesen. Um einen eigenen Beitrag zu schreiben, m�Sie sich einmalig als Benutzer registrieren!

Benutzer  Kennwort 

Sie haben Ihr Passwort vergessen?