Farbe - Einschicht oder Zweischicht, Uni oder Metallic ?

Die Wahl der Farbe ist eine der schwierigsten Entscheidungen - da es vor allem Geschmackssache ist, gibts da auch kein richtig oder falsch. Wer eine knallige Farbe schöner findet als ein schwarz, der sollte auch sein Lieblings-Orange aufs Auto machen. Bei den Effektlacken gibts auch unterschiedliche Geschmäcker, aber wir finden: jeder sollte seinen eigenen Auto-Traum verwirklichen !

 

Wir wollen hier ein paar Tipps geben, wie man eine Farbe finden kann:

1) Die Automeile ist der beste Katalog. Einfach mal bei schönem Wetter schauen, welche Farben es so gibt, Farbcode und Hersteller aufschreiben und Thema erledigt.

2) Google-Bildersuche. Wer z.B. ein Grün schön findet, kann man Audi-Grün Mercedes-Grün etc. eingeben, und findet auch schöne Sachen.

3) Farbton-Dokumentationen der Lack-Hersteller oder Autohersteller durchblättern. Da kann man allerdings ziemlich viel Zeit verbringen, und die Farbplättchen sind in der Regel so klein, dass man die Farbwirkung auf großen Flächen nicht vorhersagen kann.

4) Freunde und Bekannte abstimmen lassen oder würfeln.

 

Einschicht oder Zweischicht-Decklack ?

Als Einschicht-Decklack bezeichnet man Systeme, die sowohl die Farb-Pigmente als auch ein vernetzendes Bindemittel enthalten (i.d.R. Acrylharze). In diese Einschicht-Decklacke wird Härter (i.d.R. im Verhältnis 2:1) und in vielen Fällen auch etwa 10% Verdünnung hinzugegeben. Man bezeichnet diese Systeme auch als 2-Komponenten-Lack oder 2K-Lack, da ja noch Härter hinzukommt.

Beim Zweischicht-Decklack oder Basislack/Klarlack-System enthält der Basislack nur die Farb-Pigmente und erfüllt keine Schutz-Funktion. Der 2K-Klarlack, der dann über den Basislack lackiert wird, vernetzt durch Zugabe von Härter und bietet dann Schutz vor UV-Strahlung (Ausbleichen...) und mechanischer und chemischer Belastung.

Unter die Dreischicht-Decklacke fallen z.B. Mica und Sondereffekt-Farbtöne. Hierbei wird erst eine Farbschicht (Basislack schwarz, rot, blau oder sonstige Basis-Vorlacke), dann die Effekt-Schicht und schließlich der schützende Klarlack aufgetragen.

Ist mein Auto Einschicht oder Zweischicht ?

 

Uni oder metallic-Farbton ?

Wenn man sich für eine Uni (also nicht Metallic) Farbe entscheidet, z.B. einen RAL-Ton, könnte man auch eine Einschicht-Lackierung machen.

Das ist zwar auf den ersten Blick schneller, wenns aber ans Polieren geht bzw. wenn man den Lackstand und den Glanz vergleicht, ist es deutlich schlechter. Auch der hohe UV-und mechanische Schutz, den moderne Klarlacke mitbringen, kann der Einschicht-Decklack nicht bieten.

Der glitzernde Metallic-Effekt wird durch kleine Alu-Pigmente im Lack erzeugt, wenn der Effekt sehr stark ist bzw. in der Sonne glitzert wie Perlen, spricht man von einem Perleffekt- oder Perlmutt- Farbton. Diese Lacke sind in der Regel teurer (bei Autolack21 allerdings nicht). Metallic-Farbtöne können nur im Zweischicht-System lackiert werden.

Mica-/Spezialeffekt-Farbtöne enthalten Spezialpigmente, die je nach Lichteinfallswinkel eine unterschiedlich Farbe wiedergeben. Wenn Xirallic oder ähnliche Pigmente im Lack zum Einsatz kommen oder bei changierenden oder 2-seitig wechselnden Lacken (Flip-Flop) spricht man von Effekt-Lacken. Diese werden in aller Regel im Dreischicht-System verarbeitet.

 

Wir raten immer von Einschicht-Lackierungen ab, auch wenn es ein Uni-Farbton sein soll.

Weitere Infos und Entscheidungshilfen gibts hier:

Einschicht vs. Zweischicht

 

Wir raten auch immer von Farb-Experimenten (Eigenkompositionen) ab, weil man Schäden praktisch nciht mehr reparieren kann bzw. beim Verkauf des Fahrzeugs Probleme entstehen können.